Richtlinien zur Vergabe des Christian-Dietrich-Grabbe-Preises der Grabbe-Gesellschaft und des Landestheaters Detmold

1. Die Grabbe-Gesellschaft und das Landestheater Detmold vergeben einen Literaturpreis. Dieser Preis trägt in Würdigung des in Detmold geborenen und gestorbenen Dramatikers Christian Dietrich Grabbe (1801-1836), insbesondere seiner Bedeutung für die Entwicklung des modernen Dramas, die Bezeichnung Christian-Dietrich-Grabbe-Preis.

2. Der Christian-Dietrich-Grabbe-Preis wird für ein neues, noch nicht veröffentlichtes und aufgeführtes dramatisches Werk in deutscher Sprache verliehen, das eine künstlerisch innovative Leistung darstellt. Der Preis soll den künstlerischen Nachwuchs in Drama und Theater fördern.

3. Der Christian-Dietrich-Grabbe-Preis wird alle drei Jahre verliehen. Er hat eine Dotation in Höhe von 5.000 Euro. Das ausgezeichnete Werk wird in Kooperation mit der Zeitschrift „Theater der Zeit“ veröffentlicht und in einer der Spielstätten des Landestheaters Detmold uraufgeführt. Das Landestheater Detmold wirbt die notwendigen Finanzmittel für Preisgeld und anfallende Sachkosten ein.

4. Teilnahmeberechtigt sind Autoren, die ein Werk im Sinne des Artikels 2 eingereicht haben. Jeder Teilnehmer kann nur einen Text einreichen. Die Manuskripte sowie eine Kurzbiografie des Autors und eine Erklärung zur Urheberschaft sind digital, d. h. als PDF per Mail an service@grabbe.de oder in Papierform an die Grabbe-Gesellschaft e.V., Bruchstr. 27, 32756 Detmold, anonym und mit einem Kennwort versehen einzureichen. Falls das Manuskript papierhaft eingereicht wird, ist ein beiliegender geschlossener Briefumschlag beizufügen, der die Kurzbiografie des Autors enthält. Die Manuskripte werden nicht zurückgeschickt. Jeder Teilnehmer bestätigt mit einer Erklärung die Urheberschaft des Textes. Der Preisträger verpflichtet sich, das prämierte Werk dem Landestheater Detmold zur Uraufführung anzubieten.

5. Grabbe-Gesellschaft und Landestheater Detmold berufen für die Vergabe des Christian-Dietrich-Grabbe-Preises eine Fachjury. Sie besteht aus vier Personen – dem Präsidenten der Grabbe-Gesellschaft (oder einem Vertreter), dem Intendanten des Landestheaters Detmold (oder einem Vertreter), einem Dramatiker und einem Theaterkritiker. Die Jury wählt aus ihrer Mitte einen Vorsitzenden. Anfallende Reise- und Übernachtungskosten werden erstattet. Die Jury entscheidet über die Vergabe des Preises mit einfacher Mehrheit. Bei Stimmengleichheit gibt die Stimme des Vorsitzenden den Ausschlag. Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar. Die Vergabe des Preises kann ausgesetzt werden, wenn kein preiswürdiges Werk eingereicht wurde.

6. Der Christian-Dietrich-Grabbe-Preis wird in einer Festveranstaltung verliehen. Dabei hält der Vorsitzende der Jury (oder ein Vertreter) die Laudatio. Vom Preisträger wird eine kurze Rede zur gegenwärtigen Situation von Drama und Theater erwartet.