Ostwestfalen ist überaus reich an literarischen Schauplätzen, an historischen Bezügen, an Literaten, die bis heute mit ihren Werken nichts an Aktualität verloren haben. In den Theatern werden ihre Werke gespielt, in Universitäten wird über sie geforscht und in literarischen Gesellschaften erfahren die Dichter und Denker eine liebevolle Verehrung und Präsenz vor Ort. Die Nieheimer Peter-Hille-Gesellschaft und die Detmolder Grabbe-Gesellschaft machen sich auf und stellen Interessierten ihre Dichter und Themen vor: Beim Literaturfestival

hier! festival.regional.international.

26.8. – 30.9.2017 der Initiative „literaturland westfalen“ (LiLaWe) beteiligen sie sich mit einem Literarischen Wochenende OWL vom 15. bis 17. September.


Fr 15. September | 19.30 Uhr | Detmold

Gut oder Böse

mit den Krimiautoren Jürgen Reitemeier und Wolfgang Tewes

Auf der Studiobühne des Grabbe-Hauses, dem ehemaligen Gefängnis, soll ein Thema gesetzt werden, das sich wie ein roter Faden durch das literarische Wochenende zieht: das Verhältnis von Gut und Böse. Neben bekannten Krimiautoren rezitieren junge Schauspieler des Landestheaters Texte.
Moderation: Dr. Peter Schütze.

Grabbe-Haus, Bruchstraße 27, 32756 Detmold
Eintritt frei

Sa 16. September| ab 9.30 Uhr | Nieheim-Erwitzen

Über die moralische Kraftdes poetischen Wortes

Vorträge und Diskussion

Mit Vorträgen und Diskussion geht es in Peter Hilles Geburtshaus in Nieheim-Erwitzen um das, was Peter Hille mit seinem Postulat
„Über die moralische Kraft des poetischen Wortes“ meint.
Moderation Dr. Michael Kienecker.

Hille-Haus, Erwitzen 14, 33039 Nieheim | Eintritt frei

Sa 16. September| 17.00 Uhr |Detmold

Herzog Theodor von Gothland – die Inszenierung eines Dramas

Podiumsdiskussion mit Bernard Sobel u. a.

Bedeutende Dramaturgen berichten im Detmolder Landes­theater über ihre Inszenierungen des Dramas „Herzog Theodor von Gothland“ von Christian Dietrich Grabbe. Die Aktualität des Diskurses über Gut und Böse, über freien Willen und ­Verantwortung, über das Gelingen und Scheitern von Gesellschafts- und Lebensentwürfen, ist die zentrale Frage dieser Diskussion unter der Leitung von Prof. Dr. Lothar Ehrlich.

Landestheater Detmold | Eintritt frei

So 17. September | ab 11.30 Uhr | Höxter

Exkursion zum Jacob Pins-Forum

mit Vortrag von Hans Hermann Jansen

1917 wurde hier ein bildender Künstler geboren, dessen Biographie von der Überwindung des Konflikts zwischen
„gut und böse“ zeugt: Jacob Pins. Pins floh vor der nationalsozialistischen Judenverfolgung nach Palästina, nahm aber nach 1945 den Kontakt zu seiner Geburtsstadt ­Höxter wieder auf und stiftete ihr 2003 einen umfang­reichen künstlerischen Nachlass.

Jacob Pins-Forum, Westerbachstraße 35-37,
37671 Höxter | Eintritt frei | Abfahrt in Detmold 10.30 Uhr