Das zweite Wochenende im September gilt seit vielen Jahren für die Freunde des Dichters Christian Dietrich Grabbe als Gelegenheit, an ausgewählten Veranstaltungen und Vorträgen teilzunehmen.

Nach einer Vorstandssitzung am Freitag, 9. September 2016, im Grabbe-Haus, während der auch über die Neuinszenierung des Grabbe’schen Erstlingswerk „Herzog Theodor von Gothland“ in Paris durch den legendären Bernhard Sobel reflektiert wurde, ging es am Samstag, 10. September 2016, zu Vorträgen in das Dichterhaus nach Nieheim-Erwitzen, wo gemeinsam mit der dortigen Hille-Gesellschaft einige Vorträge zu hören waren. Frau Dr. Christiane Baumann (Magdeburg) referierte über Publizistik und Literatur des Frühnaturalismus und Dr. Pierre G. Pouthier (Düsseldorf) zu Peter Hille und seinem Stil. In den frühnaturalistischen literarischen Texten ließ sich schon die inhaltliche Hinwendung zu den Außenseitern der Gesellschaft und deren Milieu beobachten, und es wurden auch neue literarische Formen wie Skizze, Studie oder eine Neuausrichtung der Novelle probiert.

In einer musikalisch-literarischen Soirée wurde am späteren Nachmittag gegen 17.30 Uhr im Konzertsaal der Kulturstiftung Marienmünster ein Bogen vom Frühnaturalismus zu dem von Hille hoch geschätzten Christian Dietrich Grabbe geschlagen (Hille: „Mein Lieblingsbuch ist Grabbes Gothland.“). Prof. Lothar Ehrlich und Dr. Peter Schütze beleuchteten Hilles Grabbe-Essay neu, umrahmt von Musik aus der Zeit der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts. Hille-Wochenende (Presse)

Am Sonntag, 11. September 2016, dem Tag des offenen Denkmals, wurde für Interessierte ein morgendlicher Spaziergang ausgehend vom Grab Christian Dietrich Grabbes mit Dr. Peter Schütze unternommen.